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Halbjahresprogramm: August bis Dezember 2019
Gottesdienste und Veranstaltungen

Liebe Freundinnen und liebe Freunde
Liebe Angehörige
Liebe Betreuerinnen und liebe Betreuer
Liebe Interessierte

Der Sommer ist da. Die roten Mohnblumen blühen an den kargsten und trockensten Stellen in der Natur. Ich habe sie sogar an einer Stelle zwischen den Gleisen der Bahn gesehen. Wir haben jeden Tag Grund zur Freude. Sehen wir es?

"Mögest Du Dir Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben."

Irischer Segenswunsch

Wir sind gerne mit euch auf dem Weg. Gut, wenn wir mit euch das Schöne und die Stille entdecken können: im Lager, am Besinnungswochenende, in den Gottesdiensten, in den Gesprächen unter vier Augen. Auch das Schwierige darf zur Sprache kommen. Wir bleiben aber dabei nicht stehen. Gehen wir miteinander weiter!

Frohe Segenswünsche

Anna-Marie Fürst und Thomas Habegger

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‚Zeit zu ruhen und Zeit zu tun’ – ein Sommerferienbericht

Unsere seelsam-Ferienwoche fand statt vom 13. – 20. Juli. Eine sechsund-zwanzigköpfige Gruppe war auf Erkundungstour im Oberwallis. Der erste Tagesausflug führte in frühere Zeiten. Schritt für Schritt ging es hoch zum Fusse des Rhonegletschers – sprichwörtlich mit Dampf und Loki. Die alte Reiseroute erlebten wir in schön renovierten Waggons. In Gletsch musste die gute alte Dampfloki erstmals ruhen. Dann ging es «nidsi» Richtung Realp. Mit der elektrischen Bahn fuhren wir sodann durch den Tunnel zurück nach Visp. Ein gelungener Ausflug in die Gletscherwelt.

Eine Abkühlung anderer Art versprach die örtliche Badi inkl. Glace-Cornet. Auf jeden Fall war die Wasserrutschbahn mit einer grossen Schlaufe für einige das reinste Vergnügen.

Auch die besinnlichen, stilleren Momente hatten ihren Ort. Ruhen und tun haben ihre Zeit und befinden sich im gleichen Lebensfluss. Sinnbildlich dafür steht die Sanduhr. An der mittleren, schmalsten Stelle rieselt der Sand von oben nach unten.  Am Ende der Woche konnten alle ihre persönlich dekorierte Sanduhr mit nach Hause nehmen.

Gerade bei Besinnlichem kann es heiter zu- und hergehen. So auch bei einem unserer morgendlichen Tagesimpulse. In der Geschichte bittet ein Pfarrer Gott um einen Besuch.  Alles ist zu einem festlichen Mahl zubereitet. Allerdings erscheint der erwartete Gast nicht. Der Pfarrer ist tagsüber zuerst einem Kind, dann einem Mann, schliesslich einer Frau begegnet. Sie alle haben ihn um etwas gebeten. Aber der Pfarrer hat sie alle unverrichteter Dinge weggeschickt. So sagt Gott am Abend zu ihm: «Ich bin dir heute dreimal begegnet.» - Gott begegnet uns also im Nächsten. Da fragt eine Ferienteilnehmerin erstaunt in die Runde: «Warum weiss der Pfarrer das nicht?»

Das Bildungshaus St. Jodern in Visp war unsere Unterkunft. Wir wurden sehr gastfreundlich empfangen und mit ausgezeichneter Küche verwöhnt. Der grosse Vorplatz mit Bäumen und Sitzgelegenheiten lud immer wieder  zum Verweilen ein.

Es war eine sehr gelungene Woche. Wir sind dankbar, dass nichts Gravierendes passiert ist. Und natürlich ist uns unterdessen das Wallis «is Härz gmeisslet».

Im Juli 2019, Thomas Habegger